VERANSTALTUNGEN
ZEOK e.V. | Muslimisch in der Schule. Warum ist es so schwierig, über Rassismus zu sprechen? | digital
Location
- Online
- Online
3. April | 17:00 – 18:30
Wenn Kinder, Jugendliche und Lehrkräfte in der Schule als muslimisch gesehen werden, machen sie spezifische Erfahrungen.
Was sagt die Forschung dazu? Mit Prof. Dr. Karim Fereidooni haben wir den bundesweit führenden Experten zu dieser Frage gewonnen. Er war zuletzt Mitglied des von der Bundesregierung einberufenen Unabhängigen Expertenkreises Muslimfeindlichkeit und geht auf ausgewählte Ergebnisse seiner Untersuchung „Rassismuserfahrungen im Lehrer*innenzimmer“ wie auch auf Studien zum Thema Rassismus im Klassenzimmer ein. Was bedeuten diese Studien und wohin können sich interessierte Lehrkräfte wenden?
Die Veranstaltung richtet sich insbesondere an Lehrkräfte, die selbst betroffen sind, Unsicherheiten im Umgang mit muslimischen Schüler*innen haben oder beobachten, wie diese ausgegrenzt werden.
Referent: Prof. Dr. Karim Fereidooni von der Ruhr-Universität Bochum, Professur für Didaktik der sozialwissenschaftlichen Bildung
Die Anmeldung ist bis zum 31. März 2025 möglich. Die Zugangsdaten zum Onlineseminar erhalten Sie kurz vor der Veranstaltung.
Die Veranstaltung “Muslimisch in der Schule. Warum ist es so schwierig, über Rassismus zu sprechen?” findet als Kooperationsveranstaltung mit dem Bündnis gegen antimuslimischen Rassismus in Sachsen und ZEOK e.V. im Rahmen der Online-Reihe alle.mit.denken. des NDC Sachsen statt.
Weitere Informationen
Radtour im Gedenken an Jorge Gomondai
Datum/Zeit
06.04.2025
12:30 – 14:30 Uhr
Veranstaltungsort
Florian-Geyer-Straße 48
Im Rahmen des Gedenkens an Jorg Gomondai thematisiert die Radtour das Leben von Jorge Gomondai als DDR-Vertragsarbeiter in Dresden, die Erinnerung an seinen Tod, die juristische Aufarbeitung dieser Tat am Landgericht Dresden und den Kampf um Entschädigung und Lohnzahlung von ehemaligen Vertragsarbeiter*innen in Mosambik.
Die Tour endet am Gedenkstein Jorge-Gomondai-Platz und schließt sich 15.00 Uhr der Gedenkveranstaltung für Jorge Gomondai an.
Die Veranstaltung wird vom Initiativkreis „Gedenken. Erinnern. Mahnen“ organisiert, an dem sich neben engagierten Dresdnerinnen und Dresdnern, Vereinen und Initiativen auch die Landeshauptstadt Dresden sowie der Integrations- und Ausländerbeirat der Stadt beteiligen.
Hintergrund: Der 1962 in Mosambik geborene Jorge João Gomondai kam 1981 als Vertragsarbeiter in die DDR. Er lebte in der Dresdner Johannstadt und arbeitete im Schlachthof im Ostragehege. Am Ostersonntag, dem 31. März 1991, wurde er in einer Straßenbahn von einer Gruppe rechtsgerichteter Jugendlicher bedrängt, rassistisch beleidigt und aus der fahrenden Straßenbahn gestoßen. Er starb sechs Tage darauf an den Folgen seiner schweren Kopfverletzungen im Alter von 28 Jahren. Damit wurde er das erste Todesopfer rassistischer Gewalt in Sachsen nach der Wiedervereinigung Deutschlands. Sein Tod hat das Leben vieler Menschen, nicht nur in Dresden, nachhaltig verändert.
https://gegenuns.de/jorge-gomondai/
https://de.wikipedia.org/wiki/Jorge_Gomondai